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Prof. Dr. Dietrich Borchardt (Sprecher der Wasserinitiative) und Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth (GFZ, Solution Lab SOLVE) beim KLIMAlunch in Berlin.
KLIMALunch in Berlin
Beim KLIMALunch der Dialog-Plattform Helmholtz KLIMA kamen am 15.09.26 23 Mitarbeitende und Referenten des Deutschen Bundestages und der Bundesministerien mit Expert:innen der Helmholtz Wasserinitiative ins Gespräch.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Lösungen Deutschland für eine langfristig gesicherte Wasserversorgung und mehr Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels braucht.
Die aktuell niedrigen Pegelstände in Flüssen und Seen sowie vielerorts niedrige Grundwasserstände machen deutlich, wie dringlich diese Herausforderungen sind.
Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth vom GFZ und Prof. Dr. Dietrich Borchardt vom UFZ gaben einen Überblick über die Helmholtz Wasserinitiative und Einblicke in die drei Solution Labs. Besonders herausgestellt wurde, wie wichtig es ist, Perspektiven und Kompetenzen aus unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen zusammenzubringen.
Denn Grundwasser, Untergrund, Böden, Ökosysteme und menschliche Nutzungen sind eng miteinander verbunden.
Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und Bedarfe aus der Praxis gemeinsam mit Partner:innen aus Politik und Praxis in konkrete Lösungen für mehr Wassersicherheit zu übersetzen.
ERC Starting Grant für Larisa Tarasova
Dr. Larisa Tarasova, die Wissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ und Protagonistin der Helmholtz Wasserinitiative bei Helmholtz Future Forward in Berlin, wurde am 03.09.2026 mit dem sehr kompetitiven ERC Starting Grant ausgezeichnet. Dieser ist mit rund 1,5 Mio. Euro dotiert und ermöglicht es ihr, ihre Forschung für die nächsten fünf Jahre in erweitertem Umfang durchzuführen. In ihrem ERC-Projekt „earth.zip“ wird Larisa Tarasova untersuchen, wie unterschiedliche Landschaftsstrukturen auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen beeinflussen, wie Wasser gespeichert und transportiert wird und schließlich in Flüsse gelangt. Dafür entwickelt sie eine neue Methode, die Satelliten- und Drohnenbilder mithilfe mathematischer Wavelets so auswertet, dass sowohl großräumige Landschaftsformen als auch kleinste Strukturen für hydrologische Modelle und KI nutzbar werden. Durch die Kombination dieser Daten mit thermischen Infrarot- und Isotopenmessungen soll besser verstanden werden, wie Landschaft und Untergrund zusammenwirken – und damit künftig zuverlässiger vorhergesagt werden können, wo und wann Hochwasser und Dürren auftreten. Larisa Tarasova ist eine der europaweit 113 Wissenschaftler:innen, die sich mit ihrem Projektantrag unter 1.261 Einreichungen im Bereich Lebenswissenschaften durchgesetzt haben. Wir gratulieren ihr herzlich zu diesem Erfolg.