Konferenzen

Prof. Dr. Armin Willingmann würdigt, wie sich das Kompetenzzentrum den wasserbezogenen Herausforderungen Sachsen-Anhalts annimmt. Bild: Dr. A. Müller (UFZ)

Stakeholder-Konferenz des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft

Mehr als 100 Fachleute aus Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Kommunen, Industrie und Politik kamen am 05.06.26 in Magdeburg zur Stakeholder-Konferenz des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Projekte und Konzepte zu klimaresilientem Wassermanagement, nachhaltiger Trinkwasserversorgung und wassersensibler Stadtentwicklung. In einem interaktiven Gallery Walk wurden laufende Vorhaben vorgestellt und gemeinsam mit Praxispartnern weiterentwickelt, darunter auch eine Studie des UFZ, die sich mit Entsiegelungspotenzialen in Halle beschäftigt. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen in die zukünftige Ausrichtung des Netzwerks und die Entwicklung innovativer Lösungen für die Wasserwirtschaft einfließen.

EU-Kommissarin Jessika Roswall bei der Eröffnung der IFAT 2026 in München. Foto: Dr. A. Müller (UFZ)

IFAT München - die Weltleitmesse für Umwelttechnologien

Die diesjährige IFAT, einst als Fachmesse für Abwassertechnologie gestartet, fand vom 4. bis 7. Mai 2026 in München statt. Heute zieht sie Besucherinnen und Besucher sowie Ausstellerinnen und Aussteller aus aller Welt an und hat sich zu einer zentralen Plattform für die Kreislaufwirtschaft entwickelt.
Die Notwendigkeit, den Wasserkreislauf deutlich stärker im Sinne der Kreislaufwirtschaft auszurichten, betonten sowohl Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, als auch Carsten Schneider, Bundesumweltminister.
Derzeit wird nur ein Bruchteil des verbrauchten beziehungsweise behandelten Abwassers wiederaufbereitet; hinzu kommen erhebliche Verluste durch Leckagen in den Leitungssystemen.
Weitere Themen, die auf dem „Podium Wasser“ diskutiert wurden, waren unter anderem die Digitalisierung in der Wasserwirtschaft, PFAS im Wasser, innovative Konzepte für urbane Räume, das Projekt KARL sowie Initiativen in Afrika.

Wir freuen uns darauf, bei der IFAT 2028 Ergebnisse der Helmholtz Wasserinitiative präsentieren zu können.  

EGU 2026

Die EGU General Assembly 2026 fand vom 3. bis 8. Mai 2026 in Wien statt und brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um aktuelle Forschung zu den Erdsystemwissenschaften zu diskutieren. Auch Vertreter:innen der Helmholtz Wasserinitiative waren vor Ort, präsentierten ihre Forschung und nutzten die Konferenz zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung im internationalen Wasserbereich.

Ralf Merz stellte den Beitrag „Scaling Up Buckets – Using large sample data to build a regional hydrological model“ vor. Dabei ging es um die Entwicklung regionaler hydrologischer Modelle auf Basis großräumiger Datensätze, um Wasserhaushalte und menschliche Einflüsse auf den Wasserkreislauf besser abzubilden.

Daniela Peña-Guerrero präsentierte die Studie „Fast-responding near-natural hydrological systems as early markers of socio-economic drought impacts“. Die Forschung untersucht, wie schnell reagierende hydrologische Systeme als Frühwarnindikatoren für sozioökonomische Dürrefolgen genutzt werden können und damit zur Verbesserung von Dürre-Frühwarnsystemen beitragen.

Dr. Larisa Tarasova (UFZ) präsentiert die Helmholtz Wasserinitiative beim Frühjahrsempfang am 22.04.26 in Berlin. Foto: Dr. A. Müller (UFZ)

Ted Talk bei Helmholtz Future Forward

Am 22. April hatten der neue Helmholtz-Präsident Martin Keller und die neue Helmholtz Geschäftsführerin Sabine Helling-Moegen zur Helmholtz Future Forward in die Geschäftsstelle in Berlin eingeladen. Im Rahmen der Abendveranstaltungs mit ca. 300 Gästen aus Wissenschaft, Politik, Industrie und Gesellschaft rückte besonders eine Frage in den Mittelpunkt: Wie lässt sich der gesellschaftliche Nutzen von Forschung klarer sichtbar machen? Martin Keller betonte, dass exzellente Wissenschaft in Deutschland nur dann dauerhaft stark bleibt, wenn verständlich vermittelt wird, welchen konkreten Unterschied sie für das Leben der Menschen macht. Deshalb stehe immer wieder die Reflexion im Fokus, welche Fortschritte Helmholtz in den vergangenen Jahren erreicht hat und wie diese Ergebnisse spürbare Wirkung für Gesellschaft, Alltag und Zukunft entfalten. Den Anspruch, hohen gesellschaftlichen Impact bei gleichzeitiger wissenschaftlicher Exzellenz zu entfalten, erhebt auch die Helmholtz Wasserinitiative, die an diesem Abend von Dr. Larisa Tarasova (UFZ) vorgestellt wurde (Vortragslink). 

SOLVE-Poster für den Tag der Hydrologie 2026. UFZ

SOLVE beim Tag der Hydrologie 2026

Vom 4.–6. März 2026 war das SOLVE-Team beim Tag der Hydrologie in Kassel vertreten. Unter dem Leitthema „Wasserressourcen unter Druck“ brachte die Konferenz Forschende und Praktiker:innen zusammen, um aktuelle Herausforderungen der Hydrologie zu diskutieren, darunter Fragen der Wasserqualität, des Wasserhaushalts unter zunehmenden hydrologischen Extremen sowie Anpassungsmaßnahmen für ein nachhaltiges Wassermanagement.

Für SOLVE bot die Konferenz eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch, um laufende Diskussionen in der hydrologischen Fachgemeinschaft aufzunehmen und Perspektiven aus Forschung und Praxis kennenzulernen. Diese Einblicke tragen dazu bei, Ansätze weiterzuentwickeln, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Lösungen für ein nachhaltiges Wassermanagement verbinden.
 

Die Diskussionen werden beim SOLVE Kick-off-Meeting am 23. bis 24. März 2026 in Halle weitergeführt und vertieft.

Prof. Dr. Dietrich Borchardt beim Stakeholderbeteiligungs-Workshop zur EU Wasserresilienzstrategie in Brüssel. Foto: Andreas Krell

Stakeholderbeteiligung in Brüssel

Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Sprecher der Helmholtz-Wasserinitiative, war am 04. März 2026 bei den European Ocean Days in Brüssel. Als Panel-Teilnehmer nahm er an der Session zur Beseitigung von Wissenslücken und Aufbau von Kapazitäten zur Entwicklung von Lösungen zur Wiederherstellung und zum Schutz des Wasserkreislaufs teil. Eine Initiative zur Stakeholderbeteiligung im Rahmen der EU-Wasserresilienzstrategie in Brüssel.